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SOB 2008

Spiekerooger Ornithologische Berichte

sob3

Quelle: Heft 3 der gebundenen Ausgabe für das Jahr 2008


Einleitung

Nun liegt bereits der 3. Jahresbericht vor. Dabei ist festzustellen, dass der Anteil an Artauswertungen deutlich zunahm, was ich mir auch für die kommenden Berichte erhoffe. Leider geht nicht jeder Wunsch in Erfüllung, was sich ganz besonders in der Hoffnung zeigt, jemanden zu finden, der sich an der Ausarbeitung beteiligt. Doch dafür steigt sichtbar die Anzahl der Beobachter an, die einige Tage auf Spiekeroog verbringen und mich mit ihren Beobachtungen beglücken. Dabei bemühe ich mich durchaus, alle gemeldeten Daten kritisch zu betrachten.
Neben den bei den Gastvögeln erwähnten Beobachtern gilt in diesem Jahr mein besonderer Dank Herrn M.P.D. Meijering, der mir an einem sehr netten Vormittag bei einem Spaziergang bereitwillig Auskünfte über „frühere Zeiten“ gab, die ebenso informativ wie amüsant waren. Wiederum Herrn M.Schulze Dieckhoff (NLWKN Norden) danke ich für die erneute Überlassung der WWZ-Daten von den Ringelgänsen. Er versicherte mir obendrein, dass diese Geste auch in den kommenden Jahren Bestandteil der Berichte sein wird. Last not least aber möchte ich auch Herrn Josef Gulden (Grafrath) danken, den ich hier kennenlernen durfte. Er erklärte sich ohne Nötigung meinerseits dazu bereit, für die Jahresberichte kostenlos das Layout zu übernehmen. Insofern blieb meine Hoffnung auf Mitarbeiter doch nicht unerhört – ganz zu schweigen von dem finanziellen Gewinn. Er versprach, das Heft druckfertig vorzulegen. Pauschal danke ich allen für die vielen Tipps, die ich für zukünftige Ausgaben erhielt, die ich gerne berücksichtigen möchte, so ich dazu in der Lage bin. Bedanken möchte ich mich auch bei dem Zufall, der mir viele schöne und interessante Beobachtungen ohne erkennbare Gegenleistung zuschanzte. Dank natürlich auch an Frauke Schonart, die sich ohne zu zaudern sofort bereit erklärte, auch diesmal alles kritisch durchzusehen.

Spiekeroog, März 2009 E.S.

© Edgar Schonart Spiekeroog 2008

Alle Rechte vorbehalten

Druckexemplar auf Anfrage solange vorrätig. ( ISSN 1865 - 0694) Kostenbeitrag 5 € (zzgl. Porto)


Baßtölpel vor Spiekeroog


Goethe (1978) beschreibt diese Art als nur dann an der Küste zu beobachten, wenn durch Sturm und hohen Seegang das Stoßtauchen auf hoher See verhindert wird, erwähnt aber auch eine allgemeine Bestandszunahme durch besseren Schutz der Brutstätten. Inzwischen brütet sie seit 1991 sogar auch auf Helgoland und überbot 2008 erstmals die Anzahl von über 300 Paaren. J.Meyer-Deepen & Meijering,M.P.D. (1979) nennen „Jan van Gent“, wie er auf Plattdeutsch genannt wird, einen seltenen Durchzügler vor Spiekeroog.
Da hat sich offenbar einiges in den letzten Jahren geändert; denn heute ist der Basstölpel regelmässiger und gar nicht seltener Gast vor der Insel. Den Gedanken, dass es sich hierbei tatsächlich nur um eine geographische Ausbreitung der Art handelt, möchte ich ein wenig zurückstellen. Ganz beantworten wird man diese Frage wohl nicht können. Doch angespülte Totfunde am Strand oder aufgegriffene geschwächte Vögel sind nach wie vor selten. Und auf diese beiden Nachweismöglichkeiten beziehen sich vor allem die zitierten Aussagen. Heute wird auf andere Weise vermehrt die Anwesenheit der eleganten Flieger nachgewiesen. Das Zauberwort heißt Seawatching und setzt eine bessere optische Ausrüstung und vielleicht mehr Geduld voraus.
Unter Seawatching versteht man, von einem küstennahen Punkt möglichst alle vorbeifliegenden Seevögel zu erfassen. Dabei schaut man mit einem Spektiv unter Berücksichtigung der Lichtverhältnisse mit geringer Vergrösserung den Horizont ab, um den Vergrösserungsfaktor je nach Notwendigkeit den Objekten anzupassen. Nicht unwesentlich sind dabei die Windverhältnisse, die gegebenenfalls unter schlechten Umständen eine Bestimmung unmöglich machen können. Daher spielt Übung für diese Art von Beobachtungen eine ausserordentlich starke Rolle. Interessenten sei die ausführliche Arbeit von J.Dierschke, Dierschke,V. und Krüger, Th. (2005) zu empfehlen.
Seit nun zwei Jahren – angeregt durch Jochen Dierschke, der von der Nachbarinsel Wangerooge über Stunden derartige Studien betrieb – habe auch ich mich damit beschäftigt und fand grosse Freude daran. Das lag einerseits an den zu beobachtenden Vogelarten, vor allem aber daran, dass ich mehr und mehr merkte, im Ansprechen der Arten immer sicherer zu werden. Hatte ich anfangs noch große Schwierigkeiten, einen Eissturmvogel von einer Möwe auf grössere Entfernung zu unterscheiden, so lernte ich doch recht schnell das unterschiedliche Flugverhalten auseinanderzuhalten. Und so erging es mir bei einigen anderen Problemen. Eine dankbare Hilfe waren mir dabei in den ersten Monaten immer wieder Jochen Dierschke und Benjamin Steffen, die oft parallel von Wangerooge aus das Geschehen verfolgten, so dass wir uns über Handy gegenseitig unterrichten konnten über „gleich“ vorbeifliegende Vögel.
Meine technische Ausrüstung bestand aus dem Spektiv der Firma Zeiss Diascope 85 T-FL. Mein erhöhter Beobachtungspunkt befand sich im Jahre 2006 auf der Primärdüne am Damenpad. Von einer Bank aus hatte ich einen guten Überblick aufs Meer, welches allerdings 1 km von dieser Düne entfernt begann. Ein weiterer Schwachpunkt bestand darin, dass ich keinerlei Regen- oder Windschutz dort hatte. Bei heftigen Stürmen versuchte ich, mich im Dünenabgang zwischen den Faschinen zu verstecken, was bei W-Winden etwas Schutz brachte. Der Nachteil aber zeigte sich darin, dass ich dadurch stärker dem Flugsand ausgeliefert war. Ab 2007 musste ich mir einen neuen Ausguck verschaffen, da am Damenpad durch die Allerheiligen-Sturmflut große Teile der Düne weggerissen wurden. Ich wählte seitdem die Ausguckplattform auf dem Dünenhöhenweg (auf der Inselkarte am Ende des Jahresberichtes im NW mit einem * gekennzeichnet) nahe des Jugendhofs.
Als Beobachtungsstartzeit erwiesen sich die frühen Morgenstunden am günstigsten, was je nach Jahreszeit zwischen 6h30 und 8h30 war. Als Verweildauer wechselte ich zwischen einer und 3 Stunden. Nach 10 h flachte der Durchzug immer deutlich ab. Um das genauer zu erkunden, wählte ich auch Zeiten über den ganzen Tag aus. Lediglich beim Eissturmvogel hatte ich den Eindruck, dass der vermehrt in den späten Nachmittagsstunden vorbeifliegt. Da es nicht viele Tage mit Eissturmvogel-Beobachtungen gab, kann dieser Eindruck aber auch rein zufällig entstanden sein. Gerade der Basstölpel war in den sehr frühen Stunden häufig in Strandnähe (bis zu 70 m etwa entfernt) zu sehen und wich später immer weiter aus aufs Meer. Meist aber flog er in etwa 3 km Entfernung an der Insel vorbei, einzeln oder in kleinen Gruppen. Die Entfernungen schätze ich grob nach den vorhandenen Tonnen auf dem Wasser. Aus Erfahrung weiß ich allerdings, dass ich auf offenem Meer oftmals zu niedrig in der Beurteilung der Distanz liege. Bei guter Sicht sind Basstölpel durchaus auf 7-8 km zu erkennen, wenn sie sich oberhalb des Horizonts bewegen. Gerade zur Sommerzeit konnte ich oft stoßtauchende Vögel in 3-4 km erkennen. Ich hatte den Eindruck, dass sie durch kreisende Möwen in kurzer Zeit angelockt wurden. Das würde bedeuten, dass sie sich sowieso in „greifbarer“ Nähe aufhielten in einem Bereich, in dem ich sie nicht mehr wahrnehmen kann. Dass sie im Herbst und Frühling nicht beim Fischen gesehen wurden, kann wiederum daran liegen, dass ich durch die vielen vorbeiziehenden anderen Seevögel so sehr in Anspruch genommen werde, dass ich darauf nicht zusätzlich achten kann. Aber vielleicht ist auch das Verhalten der Fischschwärme zu den Zeiten ein anderes.
Die aufgeführten Daten beziehen sich grundsätzlich auf die Jahre 2007 und 2008. Die Zeit von August bis Dezember 2006 betrachte ich als Trainingsphase, ohne sie statistisch werten zu wollen. In der Brutvogelerfassungszeit, also Ende April bis Mitte Juni, war es mir seltener möglich, morgens noch zusätzlich zu zählen. Hinderungsgründe waren auch immer Tage mit geringer Sichtweite unter 2,5 km (bei dieser Einschätzung half mir eine markante Tonne); starker anhaltender Regen, heftige Stürme oder Unabkömmlichkeit meinerseits. Dabei spielten schlechte Sichtverhältnisse jedoch eine ausschlaggebende Rolle.
Im Jahre 2007 saß ich an 190 Tagen an und registrierte an 83 Tagen Basstölpel, die keinesfalls alle, wie Goethe schreibt, von Ost nach West flogen (Abb. 1). Ich hatte manchmal den Eindruck, dass sie eher Gegenwind bevorzugen. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie sich letztlich nicht doch in die von Goethe beschriebene Richtung bewegten. Das passierte dann eben weiter „draussen“. An den besagten 83 Tagen vermerkte ich 904 Individuen, wobei man wirklich nicht mehr von einem

Abb 1. Durchzug 2007

seltenen Durchzügler reden kann. Nicht berücksichtigen konnte ich die Frage nach dem Alter vorbeifliegender Vögel. Dazu hätte ich nichts anderes tun dürfen, als mich nur um diese Art zu kümmern, was nie von mir so geplant war. Obendrein waren oft genug die Lichtverhältnisse so ungünstig, dass das Alter nicht klar ersichtlich war. Vom Eindruck her aber möchte ich sagen, dass etwa 1/3 adulte Vögel waren.

Abb 2. Durchzug 2008

Für das Jahr 2008 sieht das Bild völlig anders aus (Abb. 2). An 217 Seawatching-Tagen wurden 116 mal vorbeifliegende Basstölpel gesehen in insgesamt 700 Exemplaren. An mehr Zähltagen wurden häufiger Vögel gesehen aber klar weniger Individuen. Ein Klärungsversuch könnte darin bestehen, dass es besonders im Herbst nahezu gar keine Winde aus NW – N gab. Der Wind kam fast immer aus südlicher Richtung. Dadurch gab es auch bei anderen Hochseevögeln ein gewaltiges Defizit im Vergleich zu 2007. Die Maxima lagen auch eindeutig früher als bei der ersten Tabelle. Sie fallen fast in den Sommer und beginnen schon in der Brutzeit. Ob sich darin die Zunahme der Helgoländer Brutvögel zeigt, ist sehr unwahrscheinlich. Dann müssten mehr adulte Vögel das Bild bestimmen, was aber nicht der Fall ist.
Vermutlich ist eine derartige Verschiebung ganz normal und gleicht sich in der Summe aller Jahre völlig aus. Beide Darstellungen zeigen klar, dass in der zweiten Jahreshälfte wesentlich mehr Basstölpel die Insel berühren. Das kommt noch deutlicher hervor bei der Zusammenlegung beider Jahre, die ich als Grundfeststellung für die kommenden Jahre ansehen möchte (Abb. 3).

Abb 3. Durchzug 2007 / 2008

Zum Abschluß führe ich noch die Summe aus den beiden Jahren der gesamten Seawatching-Tage an ( I ) wie die Summe der Tage, an denen Basstölpel gesichtet wurden (II).

Literatur

  • Dierschke, J., V. Dierschke & Th. Krüger, 2005: Planbeobachtung des Vogelzugs über dem Meer (>>Seawatching<<), Seevögel Bd.26,1.
  • Goethe, F., H. Heckenroth & H. Schumann, 1978: Die Vögel Niedersachsens und des Landes Bremen.
  • Leege, O., 1905: Die Vögel der friesischen Inseln, Fauna Verlag, Nottuln 2007 (Reprint).
  • Meyer-Deepen, J. & M.P.D. Meijering, 1979: Spiekeroog, Naturkunde einer ostfriesischen Insel, Verlag KV Nordseebad Spiekeroog.

Die vier Seetaucher Gaviidae bei Spiekeroog


Seetaucher können vor Spiekeroog nahezu das ganze Jahr über auftreten, was aber in der Praxis vor allem nur für den Sterntaucher zutrifft, der nicht umsonst den Beinamen Nordseetaucher trägt. Doch nachgewiesen sind alle 4 Arten. In der Regel ziehen sie lediglich in einem Mindestabstand von einigen 100 Metern vor der Insel vorbei, sind aber auch manchmal auf einige Kilometer vor der Insel noch gerade als Seetaucher zu erkennen. Normalerweise fliegen sie unweit der Wasseroberfläche zielstrebig ost- oder westwärts – einzeln oder in kleinen Gruppen (nur ausnahmsweise mehr als 10 Exemplare). Doch manchmal sieht man sie auch in Höhen von 30–40 Metern an der Insel vorbeifliegen. Aber auch rastend kann man sie häufiger in Inselnähe oder auch in der Lagune (s.Karte) beobachten, dabei auch auf der Nahrungssuche, bei der sie in kurzer Zeit oft große Entfernungen zurücklegen.


Der Sterntaucher (Gavia stellata) wird schon von Leege (1905) als regelmässiger Durchzügler und Wintergast genannt. Meyer-Deepen/Meijering (1979) führen ihn knapp ein Jahrhundert später als „seltenen Durchzügler“ an. Doch wenn es Tage gibt, an denen über 150 Sterntaucher an der Insel vorbeifliegen und in knapp 30 Monaten an über 300 Tagen 3.900 Individuen vorbeifliegen, so kann man nicht mehr von „seltenem Durchzügler“ sprechen. Diese Einschätzung ist darauf zurückzuführen, dass ich nun über 29 Monate hindurch über dem Meere gezählt habe. Bei Strandwanderungen fällt auch mir diese Art nur selten auf.
Die Art taucht Mitte der zweiten September-Dekade bei uns auf, hat im Oktober eine erste Spitze, um im November wieder rückläufig zu werden. Der große Gipfel ist dann im Dezember. Schon im Februar ist ein deutlicher Zug nach Ost festzustellen. Ende der zweiten April-Dekade sind die letzten Heimzügler zu beobachten. Nur aus dem Mai liegen mir keine Daten von Spiekeroog vor.
Ob es wirklich überwinternde Vögel um Spiekeroog gibt, ist sehr schwer einzuschätzen. Ich habe oft beobachtet, dass vorbeiziehende Taucher meist vor dem Badestrand pausieren, eine Zeit lang tauchen oder auch ruhen, dann aber nach ein, zwei Stunden wieder weiterziehen. Wenn ich dann am nächsten Morgen die bevorzugten Rastplätze wieder mit dem Spektiv absuchte, so fand ich keine rastende Vögel dort vor. Erst nach und nach wiederholte sich das Schauspiel des Vortages. Am ehesten wäre ein Verweilen in der Lagune, einem ehemaligen Priel, noch zu kontrollieren. Doch auch von dort ist mir kein Vogel bekannt geworden, der mehrere aufeinanderfolgende Tage zu sehen war. Eine Überwinterung muß man vielleicht auch eher entlang der ganzen ostfriesischen Inselkette verstehen. - Als bevorzugte Rastplätze fielen mir bislang vor allem auf: nördlich Badestrand, nördlich N-Strand in Höhe Leegde, nordöstlich von N-Strand am Ostende, Lagune und südwestlich vom Alten Anleger.
Zwischen August 2006 und Dezember 2008 bot sich folgendes Durchzugsbild:

Abb 4. Durchzug Sterntaucher 2006-2008

Ein seltener Durchzügler dagegen ist der Prachttaucher (Gavia arctica). Zunächst aber möchte ich auf die Schwierigkeiten hinweisen, die beiden Arten voneinander im Fluge zu unterscheiden. Selbst mit der hilfreichen und sehr guten Arbeit von Dierschke, J. & V. (2002) ist oftmals nur unter günstigsten Bedingungen und viel Übung eine klare Bestimmung möglich.
Zu Leeges Zeiten scheint diese Art besonders auf dem Herbstzug „recht häufig“ gewesen zu sein. Auch Meyer-Deepen macht keinen Unterschied zum Sterntaucher. Das aber deckt sich ganz und gar nicht mit meinen täglichen Beobachtungen. Mir liegen aus 3 Jahren nur 10 sichere Daten mit insgesamt 14 Individuen vor, davon 9 vom Wegzug zwischen dem 28.09. und 16.11. Dabei passierten die Insel am 18.10.08 allein 3 Exemplare. Auch auf der Nachbarinsel Langeoog wurde an dem Tag einer beobachtet (J.Weinbecker mdl.). - Vom Heimzug habe ich nur eine Feststellung vom 3.04.08. Einen rastenden Vogel bemerkte zumindest ich nie.


Den Eistaucher (Gavia immer) erwähnt Leege für die Ostfriesischen Inseln nur durch eine Beobachtung von Juist aus dem Jahre 1886. Dagegen gibt Meyer-Deepen /Meijering ihn für Spiekeroog als Irrgast an. Nach meinen Erfahrungen aber gehe ich davon aus, dass der Eistaucher alljährlich Spiekeroog berührt, wenn auch nur in ganz wenigen Exemplaren. Aus meiner Zeit habe ich aus eigenen Beobachtungen nur 5 Feststellungen. Im Jahre 2007 sah ich je 1 Exemplar am 10.10. und am 13.11., aus dem Jahr 2008 gibt es ein Heimzugsdatum vom 10.05. und beim Wegzug am 23.11.westwärts ziehend 1 Ex. vor N und rastend in der Lagune am 28.11. 1 diesj. Vogel. Dort soll schon Ende Oktober ein anderer gerastet haben.


Der Gelbschnabeltaucher (Gavia adamsii) ist sicherlich einfacher einzustufen. Es gibt lediglich ein einziges Datum. Vom 13.März 1952 wurde 1 verölter Vogel von Spiekeroog gemeldet. Doch sicher wird auch diese Art einfach nicht immer erkannt und berührt die Ostfriesischen Inseln häufiger.


Literatur

  • Dierschke, V., 2002: Durchzug von Sterntauchern Gavia stellata und Prachttauchern G. arctica in der Deutschen Bucht bei Helgoland. Vogelwelt 123, S.203-211.
  • Goethe, F., H. Heckenroth & H. Schumann, 1978: Die Vögel Niedersachsens und des Landes Bremen.
  • Leege, O., 1905: Die Vögel der friesischen Inseln. Fauna Verlag, Nottuln 2007 (Reprint).
  • Meyer-Deepen, J. & M.P.D. Meijering, 1979: Spiekeroog, Naturkunde einer ostfriesischen Insel, Verlag KV Nordseebad Spiekeroog.


Der Ringelgansdurchzug 2008 auf Spiekeroog nach den Daten der Wasser- und Watvogelzählungen


Von Yusuf El-Khaled


Seit Nils Holgersson und seine Wildgänse oder dem Film „Nomaden der Lüfte“ fasziniert die Vogelwelt, insbesondere die der „Wildgänse“ weite Teile der Bevölkerung Deutschlands und anderer europäischer Staaten. Daher ist es wichtig, genauere Informationen über solche „Wildgänse“ zu erhalten.
Im Folgendem wird die Ringelgans als ein Repräsentant der „Wildgänse“, ihre Historie und der Ringelgansdurchzug anhand der WWZ-Daten beschrieben.
Die Ringelgans gehört zur Gattung der Meergänse und der Familie Entenvögel und lebt in geselligen Verbänden. In solchen Trupps sieht man Ringelgänse fast das ganze Jahr über an den Flachküsten des Wattenmeeres, wo sie ihre Nahrung auf Queller-, Grünalgen- und Seegrasflächen suchen. Im Winter kann sich diese Suche dennoch weiter in das Binnenland verschieben, wo sie Gras- und Wintersaatflächen für die Nahrungssuche bevorzugen. Daher stellen sie für Landwirte in Küstengebieten eine vermeintlich schwere Plage dar, obwohl diese heutzutage für die entstandenen Schäden vom Staat entschädigt werden.
Die bevorzugten Seegrasbestände wurden im Jahr 1932 durch eine Pilzepidemie stark reduziert. Wie oben beschrieben stellt diese Pflanze einen nicht unwichtigen Teil im Nahrungsspektrum der Ringelgans dar, sodass in Folge der Epidemie und dem damit verbundenem Nahrungsmangel etwa 10 bis 25 % des damaligen Bestandes verhungerten. Man erkannte diesen Populationsrückgang und richtete verschiedene Schutzmaßnahmen ein. Zu diesen gehörte unter anderem auch ein Jagdverbot. Auch die Population reagierte auf diesen Verlust, sie stellte ihre Ernährung auf Pflanzen der Salzhaffwiesen um. Des weiteren werden heute auch die Rastplätze der Ringelgans geschützt, sodass Störungen des Energiehaushaltes minimiert werden. So konnte sich die Population wieder erholen und wird heute von der IUCN auf etwa 570.000 Individuen benannt.
Ein kleiner Teil dieser Gesamtpopulation lässt sich auch auf der Insel Spiekeroog erfassen, was in regelmäßigen Abständen in Form der WWZ von den Vogelzivis des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (kurz NLWKN) auch geschieht. Abb. 5 basiert auf diesen erfassten Daten. Dargestellt sind die gesehenen Ringelgansindividuen auf der ganzen Insel in Abhängigkeit des jeweiligen Monats des Jahres 2008. Im Januar und Februar wurden jeweils etwa 250 Individuen auf der Insel gezählt. Im März steigt dann die Zahl der Individuen rapide an, bis sie im Monat Mai ein Maximum erreicht. Im Mai wurden 1759 Individuen gesehen. In den Monaten März, April und Mai lässt sich die Ringelgans in vielen Bereichen der Insel beobachten, so zum Beispiel in den wattseits gelegenem Wester- und Ostergroen, selbstverständlich sind auch auf der Ostplate sehr viele Exemplare anzutreffen. In diesen Gebieten lassen sich nämlich die oben genannten Pflanzen finden, welche die Ringelgans verzehrt.

Abb 5. Ringelgansvorkommen auf Spiekeroog 2008


Nach diesem Frühjahrsmaximum folgt nun eine stetige Abnahme; im Juni wurden noch 678 Individuen gesichtet, in dem darauffolgendem Monat Juli sind es allerdings nur noch 19 Ringelgänse. Diese Abwesenheit hält sich über die Monate Juli, August und September, wo jeweils nicht mehr als 20 Individuen erfasst werden, bevor im Oktober ein weiteres Maximum mit 1864 Individuen erreicht wird. Doch dieses Maximum bleibt lediglich noch im November erhalten (1652 gesehene Ringelgänse), bevor im Dezember nur noch 36 Ringelgänse anwesend sind.
Wie im Diagramm leicht zu erkennen ist, gibt es zwei Zeitperioden, in denen die Ringelgänse in großen Stückzahlen auf der Insel zu sehen sind. Hierbei handelt es sich um die Zugzeiten, denn wie viele andere Vögel auch zählen die Ringelgänse zu den Zugvögeln. Sie brüten im hohen Norden, in der Tundra. Um allerdings dorthin zu gelangen, verlassen die Vögel ihre Winterquartiere, welche häufig im niederländischen Wattenmeerraum, der französischen und britischen Küste gelegen sind, und ziehen im Frühjahr zurück gen Norden. Exakt zu dieser Zugzeit rastet die Ringelgans auch auf Spiekeroog, um hier ihre Kraftreserven noch einmal aufzufrischen, ehe es dann weiter in die sibirischen Bereiche geht. Dort angekommen brütet im kurzen Polarsommer die Ringelgans ihre 3-5 Eier aus, und zieht ihre Jungen in nur ca. 40 Tagen auf. Im Herbst dann legen die Gänse mit ihren Jungen die etwa 7.000 Kilometer lange Strecke zu den Wintergebieten zurück. In dieser Zeit lässt die Ringelgans sich auch verstärkt auf Spiekeroog beobachten, und vielleicht winkt bei genauem Hinsehen ein kleiner Nils Holgersson vom Rücken einer Gans auf seinem Weg in Richtung Süden …
Bedanken möchte ich mich beim NLWKN Norden, insbesondere bei Herrn Martin Schulze-Dieckhoff, für die freundliche Bereitstellung der Zähldaten aus dem Jahr 2008, ohne die detailierte Einblicke nicht möglich gewesen wären.

Yusuf El-Khaled, Willibrordstraße 10, 47533 Kleve


Beschreibung der Arten


A. Brutvögel


Auf die Schwierigkeiten bei der Erfassung des Brutbestandes wies ich bereits im 2. Heft hin. Da hilft auch kaum eine gewisse Routine, um hier genauere Ergebnisse zu erzielen. Die Flächen sind einfach sehr groß und stellen einen unübersichtlichen Sichtschutz dar. Gesangsaktivitäten sind überdurchschnittlich gering.
Die Vorgehensweise beim Suchen der Nester war wie in den Jahren zuvor. Wir haben uns bemüht, im möglichst engen Abstand voneinander zu suchen. Das erforderte dann letztlich natürlich mehr Zeit und Kraft; denn das Gehen in der hohen Vegetation der Ostplate ist ungeheuer anstrengend. Und über 30 km Tagesmarsch waren nicht selten. Zum Glück gab es bis Anfang Juni so gut wie keinen Regen. Dadurch konnten wir unseren Zeitplan einigermaßen einhalten. Wir hatten das Glück, in diesem Brutjahr oft zu viert arbeiten zu können, was im Grunde aber noch eine viel zu schwache Besetzung ist. – Die Brutpaarfindung der Singvögel hatte ich weitgehend wieder alleine durchgeführt, konnte aber wieder auf Tipps von verschiedenen Ornithologen und Insulanern aufbauen. Ihnen allen möchte ich nochmals auf diesem Wege danken.
Die Brutpaarzahlen sind das eine, das Brutergebnis das andere. Und da sah es in diesem Jahr sehr unerfreulich aus. Nicht wie im letzten Jahr spielte dabei extremes Hochwasser die Rolle. Es waren wohl diesmal mehr Prädatoren am Werke, wobei ich gar nicht unbedingt in das Horn derjenigen stoßen möchte, die die Rabenvögel als Hauptgrund dafür sehen. Ich habe viel mehr den Eindruck, dass die zunehmend frei herumlaufenden Hunde und Katzen eine größere Rolle spielen, aber auch Igel. Weit entfernt von den menschlichen Siedlungen sah ich im Sand oft Spuren, die zu einem Igel passen könnten. Möglich wären natürlich auch Bisamratten. Für Wanderratten waren die Fährten etwas zu groß. Das soll natürlich nicht davon ablenken, dass der Beuteanteil von Rabenvögeln sehr groß ist. Sie sind die einzigen Feinde, die taktisch vorgehen und so den Vogeleltern eine Verteidigung unmöglich machen. Das war im Orte oftmals gut zu beobachten.
In diesem Zusammenhang habe ich vereinzelt Kontakte zwischen Wanderfalke und Elstern gesehen. Dabei hatte ich eher den Eindruck, dass der Falke daran interessiert war, ohne größere Belästigung an den Elstern vorbeizukommen, als sie als potentielle Beute zu betrachten. Einen Austernfischer aus der Schar seiner Artgenossen herauszufangen, scheint da der geringere Aufwand zu sein. Noch einfacher scheinen nur Waldschnepfen zu sein, von denen ich immer wieder Rupfungsreste finde. Das würde in der Praxis aussagen, dass zwar die natürlichen Feinde wieder zunehmen, aber als Beute „einfachere“ Opfer bevorzugen.
Nun aber zu den Brutvögeln selbst in systematischer Reihenfolge:

Nicht-Singvögel: Anzahl Singvögel: Anzahl
Löffler
25
Feldlerche
100
Graugans
61
Rauchschwalbe
32
Brandgans
106
Mehlschwalbe
24
Stockente
93
Bachstelze
29
Löffelente
1
Wiesenpieper
110
Eiderente
102
Zaunkönig
23
Rohrweihe
8
Heckenbraunelle
17
Kornweihe
2
Amsel
46
Sperber
1
Singdrossel
9
Mäusebussard
1
Feldschwirl
6
Turmfalke
5
Schilfrohrsänger
5
Fasan
104
Teichrohrsänger
9
Teichhuhn
4
Gelbspötter
7
Austernfischer
540
Fitis
79
Säbelschnäbler
19
Zilpzalp
4
Kiebitz
18
Mönchsgrasmücke
4
Sandregenpfeifer
3
Gartengrasmücke
1
Waldschnepfe
>5
Dorngrasmücke
54
Uferschnepfe
5
Klappergrasmücke
16
Brachvogel
6
Grauschnäpper
6
Rotschenkel
160
Hausrotschwanz
1
Sturmmöwe
330
Steinschmätzer
2
Silbermöwe
1450
Schwanzmeise
1
Heringsmöwe
6900
Kohlmeise
33
Lachmöwe
180
Blaumeise
13
Schwarzkopfmöwe
2
Elster
17
Flussseeschwalbe
9
Dohle
46
Küstenseeschwalbe
11
Rabenkrähe
22
Zwergseeschwalbe
12(!)
Star
36
Hohltaube
26
Haussperling
50
Ringeltaube
280
Buchfink
13
Waldohreule
3
Grünfink
2
Sumpfohreule
6
Birkenzeisig
2
Mauersegler *
1
Erlenzeisig
1(?)
-   - Stieglitz
1(?)
- - Bluthänfling
24
- - Rohrammer
14

* Bis Ende Juni hielt sich am Süderloog 1 Paar Mauersegler auf und versuchte immer wieder, beim „Haus Seestern“ unter dem Dach einen Einschlupf zu finden, leider ohne Erfolg.


Beschreibung der Arten - B. Spezieller Teil

Auch in diesem Jahr gab es eine Reihe von Überraschungen. Das trifft aber nicht nur im positiven Sinne zu, sondern auch im negativen. Dazu gehörte zweifellos das Wetter im Herbst. Es mangelte an heftigen Stürmen, die bevorzugt Pelagen an die Küste verdriften lassen. Dass diese Hochseevögel uneingeschränkt vorhanden waren, zeigen die vielen außerordentlichen Offshore-Beobachtungen von verschiedensten Sturmtauchern, die oft genug sogar durch vorzügliche Photos belegt werden konnten. Vor den Ostfriesischen Inseln aber fehlten sie, da die Winde meist aus SW kamen und somit bestenfalls die Nordfriesischen Inseln beglückten. Insgesamt aber gab es auch in diesem Jahr wieder einige Erstnachweise für Spiekeroog. Daran waren auch diesmal z.T. Gastbeobachter beteiligt, die so freundlich waren, mir ihre Beobachtungsergebnisse zur Verfügung zu stellen.
Die Namen derer, die mir ihre Daten überließen, sind hier alphabetisch aufgeführt:
Sven Achtermann (Hildesheim), Heribert Baur (Rottenburg / Neckar), Stephan Börnecke (Mosborn), Christopher Brandes (Vogelzivi), Jochen Dierschke (Wilhelmshaven), Yusuf El-Khaled (Vogelzivi), Gabi Steinfelder-Feil (Spiekeroog), Erich u. Lidija Felner (Österreich), Florian Fock/Schlesiger (Umweltzentrum Spiekeroog), Swaantje Fock (Umweltzentrum Spiekeroog), Helge Freier (Spiekeroog), Florian Fumy (Vogelzivi), Josef Gulden (Grafrath), Christine Horn (Amelinghausen), Hilmar Ihler (Spiekeroog), Harry Janssen (Spiekeroog), Johannes Kamp (Oldenburg), Steffen Krämer (Vogelzivi), George Kulenkampff, Lennart Lagmöller (Bünde), Ueli Rehsteiner (Schweiz), Jan Roterbeck (Hannover), Frank Schulz (Düsseldorf), Janina Spalke (Oldenburg), Birte & Jan Weinbecker (Langeoog), Detlef Wucherpfennig (Crailsheim). Allen sei an dieser Stelle nochmals gedankt. Ohne diese Art der Mitarbeit ist ein solcher Bericht nicht möglich.

Folgende Abkürzungen wurden im Text verwendet:

EB Jahreserstbeobachtung
E.S. Edgar Schonart
LB Jahresletztbeobachtung
F.Fo. Florian Fock
dj./vj. dies- / vorjährig
F.Fu. Florian Fumy
immat. unausgefärbt
J.W. Jan Weinbecker
Ex. Exemplare
S.F. Swaantje Focks
S. siehe Seite
S.K. Steffen Krämer
WWZ Wasser/Watvogel-Zählung
  • Sterntaucher (Gavia stellata): Regelmäßiger und nicht seltener Durchzug (s. S. 11).
  • Prachttaucher (Gavia arctica): 1 Frühjahrsdatum vom 3.04., gegenüber 3 vom Wegzug: 8.10. (1 Ex.), 18.10. (3, am selben Tag auch vor Langeoog 1 Ex. laut J.W. mdl.) und 22.10. (1).
  • Eistaucher (Gavia immer): Auch hier ein Frühjahrsdatum vom 10.05., dagegen 2 gesicherte Herbstdaten vom 23. und 28.11.; letzteres war ein auf der Lagune rastender Jungvogel, wovon bereits Ende Oktober 1 Ex. dort gerastet haben soll.
  • Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis): Während der Zwergtaucher auf Langeoog als gar nicht seltener Durchzügler angetroffen wird (J.W. mdl.), ist er auf Spiekeroog recht rar. Das mag daran liegen, dass es hier keine geeigneten Teiche gibt. Aus diesem Jahr gibt es nur vom Jahresende nach der ersten Frostperiode 2 Daten: 27.12. 5 Ex. vom Hafen bzw. der Zufahrt (J.W.) und 1 vom 31.12. ebendort.
  • Rothalstaucher (Podiceps grisegena): Am 12.04. zogen 3 Ex. nordwärts der Insel nach Osten; von Mitte August bis Ende November 6 Daten mit 7 Individuen.
  • Haubentaucher (Podiceps cristatus): Den 9 Frühjahrsdaten zwischen Januar und Mai mit 11 Ex. stehen 25 Herbstdaten zwischen Mitte September und Dezember mit 39 Ex. gegenüber, also deutliches Übergewicht des Wegzuges. Ein Vogel im Brutkleid vom 5.07. steht isoliert da. Dieser Taucher flog westwärts vor der Insel vorbei.
  • Ohrentaucher (Podiceps auritus): Am 3.09. und 21.10. je 1 Vogel vor N vorbeiziehend.
  • Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis): Erstnachweis für Spiekeroog. F.Fu. und Christopher Brandes konnten am 2.05. den ersten S. im Prachtkleid vor SW ausmachen und bestimmen. Am 8.10. landeten vorübergehend 2 weitere Ex. im Übergangskleid westlich des Badestrandes in Strandnähe.
  • Eissturmvogel (Fulmarus glacialis): Durch die fehlenden Herbststürme aus nördlicher Richtung nur wenige Beobachtungen von je 1 Ex.: 3.02.; 26.03.; 20.07.; 16.11. und 23.11.
  • Dunkler Sturmtaucher (Puffinus griseus): 4 Herbstdaten mit je 1 Ex.: 26.08.; 28.08.; 30.08. und 17.10.
  • Sturmtaucher spec.: 2 weitere Daten von Sturmtauchern, die ob der Verhältnisse nicht genau bestimmt werden konnte: 7.07. und 4.10. je 1 vor N.
  • Sturmschwalbe (Hydrobates pelagicus): Am 22.10. flog 1 Ex. vor dem Strand nach W.
  • Basstölpel (Morus bassanus): s. S. 5. In diesem Jahr deutlich mehr Sommervögel, die nördlich vor der Insel fleißig fischten; dabei zeigten die Möwen jeweils zuvor die Fische an, bevor der erste B. erschien, gefolgt von weiteren.
  • Kormoran (Phalacrocorax carbo): In allen Monaten außer Dezember anwesend.
  • Graureiher (Ardea cinerea): Von Anfang März bis Ende November durchgehend in jedem Monat; tritt offenbar zunehmend hier auf.
  • Purpurreiher (Ardea purpurea): Auch in diesem Jahr wieder 2 Daten je 1 Ex.: 8.06. und 13.09.
  • Silberreiher (Ardea alba): F.Fu. und Christopher Brandes sahen am 22.03. 1 S., den letzterer am 25.03. nochmals bemerkte; dann beobachtete Yusuf El-Khaled am Islandhof wieder 1 Ex., welches kurz darauf auf einer Pappel im Kurpark längere Zeit verweilte (Hilmar Ihler).
  • Seidenreiher (Egretta garzetta): Je 1 Ex. am 30.03., 24.04. (F.Fu.), 20.09. und 21.09. (Heribert Baur, E.S.) und 25.09. (Yusuf El-Khaled).
  • Schwarzstorch (Ciconia nigra): S.K. meldete mir einen kreisenden S. von der Hermann Lietz-Schule, den vorher bereits Eckhard Wilken stationär dort bemerkte. Ich sah ihn am gleichen Tag kurz über dem Alten Müllplatz.
  • Weißstorch (Ciconia ciconia): Harry Janssen entdeckte am 26.04. 1 über dem Ort kreisenden Vogel.
  • Löffler (Platalea leucorodia): EB 5.04., LB 13.09. In der Kolonie konnten 3 farbberingte Vögel ausgemacht werden, wovon 1 aufgrund des Ableseringes als 10jährig bestimmt werden konnte, von dem es 95 Ablesedaten zwischen Spanien und Schweden gibt. Der Geburts- und Beringungsort waren die Niederlande. Erwähnenswert dürfte noch sein, dass ein einzelnes Ex. regelmäßig die Brutzeit auf dem Westergroen verbrachte und den Eindruck erweckte, als wollte es sich dort niederlassen.
  • Höckerschwan (Cygnus olor): 23 Daten zwischen Januar und November mit 84 Ex. (Maximum im Juni).
  • Singschwan (Cygnus cygnus): Am 10.02. (1); 22.02. (39); 15.03. (7); 17.11 (4) und 22.11. (2).
  • Zwergschwan (Cygnus columbianus): Nur am 31.10. 2 Ex. ziehend.
  • Trauerschwan (Cygnus atratus): Am 15.08. flogen vor dem N-Strand 7 Ex. ostwärts (einige Tage später meldete J. Dierschke die Art von Helgoland).
  • Saatgans (Anser fabalis): Die beiden Rassen sind ja nun zu eigenen Arten umgewandelt (Artenliste Deutschland vom Club 300 unter „Publications“)und werden auch hier in der Artenliste dieser Ausgabe als eigenständige Arten aufgeführt. Bei den durchziehenden Trupps dürfte es schwierig bis unmöglich sein, richtig zu entscheiden, zumal generell Gänsetrupps oft durchmischt sind.
  • Waldsaatgans (Anser fabalis): 1 Ex. am 9.11. mit 1 Tundrasaatgans und 1 diesjährigen Blässgans und am 25.11. unter 2 Tundrasaatgänsen stationär auf den Richelwiesen
  • Tundrasaatgans (Anser serrirostris): Am 1.01. (238), 15.01. (4), 1.04. (340), 4.04. (230), 7.04. (19), 12.04. ( 42) und von Ende September bis Ende November 7 weitere Daten mit insgesamt 261 Vögeln.
  • Kurzschnabelgans (Anser brachyrhynchus): Von Januar bis Anfang April und vor allem Oktober/November durchziehend in meist kleineren Trupps; zeitliche Ausnahmen waren der 18.05. und 22.08. mit je 2 Ex.
  • Blässgans (Anser albifrons): Von Januar bis Ende Mai und November/Dezember immer mal wieder kleinere Gruppen.

  • Zwergschneegans (Chen rossii): Am 21.08. flogen an der Leegde bei strömendem Regen durch ein Sportflugzeug aufgeschreckt mehrere Graugänse auf, worunter sich auch 3 kleinere, kurzschnäbelige weißliche Gänse befanden. Mehr konnte ich bei den Wetterverhältnissen von den östlich abfliegenden Gänsen nicht erkennen. Erst am folgenden Tage wurden die 3 wieder von Christopher Brandes bei der WWZ auf dem Westergroen entdeckt. Er holte mich zur Bestimmung hinzu, und ich konnte Photos aus allerdings großer Entfernung machen. Die Vögel waren scheuer als umherstehende Graugänse. Die Bilder schickte ich auch Jochen Dierschke, der aber auch keine klare Aussage machen wollte: „Zwergschneegans-Hybrid …“. Jörn Lehmkuhl sprach sich anfangs für Zwergschneegans aus, die in den Niederlanden gezüchtet wird und farblich extrem unterschiedlich ausfällt. Beim Betrachten all der Photos holländischer Gänse erkannte ich dann „meine Gänse“ wieder.
  • Graugans (Anser anser): Ganzjährig anwesend in zunehmender Anzahl als Brut- wie auch als Gastvogel.
  • Kanadagans (Branta canadensis): Von Juni zwei konkrete Daten, so am 7.06. (3) und 8.06. (13) ostwärts ziehende Ex.; Hilmar Ihler und Gaby Steinfelder-Feil erzählten mir auch von weiteren Gänsetrupps im Juni, die genau auf K. passten.
  • Weißwangengans (Branta leucopsis): Inzwischen nahezu ganzjährig auf oder meist über der Insel zu sehen; der Frühjahrsdurchzug vielfach stärker.

  • Ringelgans (Branta bernicla): Von Januar bis Anfang Juni, Mitte September bis Dezember auf der Insel; 1 Ex. übersommerte mausernd auf der Ostplate; Maxima Ende Mai und Ende Oktober.
  • Nilgans (Alopochen aegypteacus): 6 Ex. am 23.02. vor N vorbeifliegend (brütet auf Langeoog, J.W. mdl.).
  • Rostgans (Tadorna ferruginea): 1 Ex. unter Brandgänsen am 24.08. bei WWZ mit Chris Brandes und Yusuf El-Khaled zusammen.
  • Pfeifente (Anas penelope): Von Januar bis Ende April und von der 3. August-Dekade an bis Dezember meist auf der Wattseite und auf der Ostplate; am 8.06. 2 Gäste; der Herbstzug in diesem Jahr mit extrem vielen P. wie am 6.10. (17.134) und 29.11. (21.682).
  • Schnatterente (Anas strepera): Am 12.12. flogen 5 Ex. auf der Leegde auf.
  • Krickente (Anas crecca): Von Januar bis Ende April und von Ende Juli bis Dezember einzelne Gruppen bis zu 100 Ex. in Hafennähe und Ostplate oder vor allem vor Nord vorbeiziehend.
  • Spießente (Anas acuta): Januar bis März, September bis Dezember kleine Gruppen mit Ausnahme 12.01. (223) und 28.01. (555) auf der Ostplate bei WWZ.
  • Löffelente (Anas clypeata): Ganzjährig in Gruppen bis zu 30 Ex.; die Brut des 1 Paares wohl erfolglos; schon im Januar 1-3 Paare auf dem Teich des Kurparks, wo aber keine Brut stattfand; die bevorzugten Aufenthaltsorte sind: Watt, Westergroen und Ostplate.
  • Reiherente (Aythya fuligula): Januar bis Mitte April, Ende Juli bis Dezember Durchzug vor N in Trupps von bis zu 25 Ex.
  • Bergente (Aythya marila): Seltener Durchzügler: 1.01. (11), 2.01. (3), 13.11. (25) und 10.12. (27).
  • Eiderente (Somateria mollissima): Zunehmender Brutvogel und häufiger Durchzügler.
  • Eisente (Clangula hyemalis): 1 am 3.12. auf der Lagune schwimmend und tauchend.
  • Trauerente (Melanitta nigra): Ganzjähriger Gast weit draußen vor der Insel in geringer Anzahl, doch häufig durchziehend; Rastplätze 1-4 km vor der Insel mit schwer erkennbarer Menge, wohl nie mehr als 250.
  • Samtente (Melanitta fusca): Januar bis Anfang April und Oktober bis Dezember immer wieder einzelne vorbeifliegend oder auch kurz rastend.
  • Schellente (Bucephala clangula): Januar bis Anfang April, ab Mitte Oktober bis Dezember dann wieder bis zu 20 Ex. rastend (vor allem Lagune).
  • Mittelsäger (Mergus serrator): Januar bis Anfang Mai und August bis Dezember durchziehende M. mit Maximum in der zweiten Oktoberhälfte (18.10. mit 210 Ex. vor N fliegend), selten hier rastend.
  • Gänsesäger (Mergus merganser): 10.01. (6), 10.02. (1), 19.03. (2), 1.04. (2), 11.05. (1), 16.11. (1) und 23.11. (4).
  • Fischadler (Pandion haliaetus): Nur 4 Daten durchziehender F.: 21.04 (2), 22.04. (1), 11.05. (1) und 13.09. (1).
  • Wespenbussard (Pernis apivorus): Im Mai erfreulich deutlicher Durchzug: 11.05. (2), 28.05. (24), 29.05. (2) und 30.05. (6).
  • Rotmilan (Milvus milvus): 3 Daten mit je 1 Vogel am 27.04. (E.und L.Felner), 2.05. (F.Fu.) und am 17.06.
  • Schwarzmilan (Milvus migrans): Nur 1 Beobachtung eines Vogels vom 20.07. über dem Westergroen.
  • Seeadler (Haliaeetus albicilla): Seit dem 7.09. (Stephan Börnecke) hielt sich bis heute 1 junger Seeadler auf der Insel auf, der offenbar zwischen Minsener Oldeoog und Borkum herumvagabundiert; häufig jedoch ist er wohl nur auf Spiekeroog gesehen und photographiert worden. An den Anblick kann man sich durchaus gewöhnen.
  • Rohrweihe (Circus aeruginosus): EB 27.03., LB 22.09. 7 Paare Ostplate, 1 Paar Neeland.
  • Kornweihe (Circus cyaneus): Ganzjährig auf der Insel, nur noch 2 Brutpaare, 1 hier im Jahr zuvor beringtes überwintert hier (Ablese-Farbring).
  • Sperber (Accipiter nisus): Ganzjährig auf der Insel, doch keineswegs ganzjährig zu sehen; die Altvögel des Brutpaares habe ich während der Brutperiode nie gesehen, fand lediglich während der Brutvogelerfassung das Nest und sah später die Jungen.
  • Habicht (Accipiter gentilis): Überdurchschnittlich viele Beobachtungen in diesem Jahr mit je 1 Vogel: 15.04., 23.04., 27.06., 1.08., 1.09., 26.09., 28.09., 28.10. und 19.11.
  • Rauhfußbussard (Buteo lagopus): Von Januar bis März und Mitte Oktober bis Ende Dezember 1-2 R. auf der Insel, meist Ostplate, doch auch im Watt und Neeland.
  • Rotfußfalke (Falco vespertinus): Der außergewöhnlich starke Einflug im Mai in ganz Deutschland ging auch an uns nicht ohne
  • Meldung vorbei, je 1 Vogel am 11. und 20.05. durchziehend.
  • Merlin (Falco columbarius): Von Januar bis Anfang Juni, September bis Dezember einzelne Vögel, insgesamt 21 Ex.
  • Baumfalke (Falco subbuteo): Zwischen dem 21.04. und 16.09. in jedem Monat einzelne Durchzügler, insgesamt 15 Ex.
  • Würgfalke (Falco cherrug): Am 7.05. entdeckte ich auf der Ostplate 1 Ex. Des mir gut vom Neusiedler See und aus Israel bekannten W., den ich auch F.Fu., S.K. und Christopher Brandes zeigen konnte.
  • Gerfalke (Falco rusticolus): Johannes Kamp (inzwischen Großbritannien) meldete mir die Beobachtung von Janina Spalke und anderen Vogelkundlern, die übers Watt kommend bei gutem Rückenlicht nahe der Hermann Lietz-Schule am Wattrand einen Großfalken ausmachten, der kein Wanderfalke war. Einen Photobeleg gibt es leider nicht. Doch J. Spalke machte auf mich einen sehr kompetenten und selbstkritischen Eindruck und wurde auch von J. Kamp als zuverlässige Beobachterin beschrieben. Der Seltenheitsausschuß wurde ordnungsgemäß benachrichtigt, ohne dass ich das Ergebnis kenne. Ich erwähne deshalb die Meldung mit Vorbehalt. Doch J.S. kennt den ähnlichen Wanderfalken von der Insel Mellum, wo er Brutvogel ist, sehr gut.
  • Wanderfalke (Falco peregrinus): Außer im Juni ganzjährig auch zu zweit auf der Insel, meist auf der Ostplate, aber auch am Alten Anleger und auf der Sandbank vor NW.
  • Kranich (Grus grus): F.Fu. sah am 27.04. 1 ostwärts ziehenden K.
    Wasserralle (Rallus aquaticus): Nur 2 Feststellungen vom 15.03. und 19.09 mit je 1 rufenden Ex. von Neeland; wohl keine Brut, nicht einmal ein Verdacht.
  • Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta): Kolonie im Ostergroen mit nur wenig geschlüpften Jungen, die ins Watt geführt wurden, dort aber innerhalb einer Woche verloren gingen; die Altvögel dagegen verweilten dort noch eine Zeit lang; die kleine Kolonie auf der Ostplate kam in diesem Jahr gar nicht erst zustande.
  • Kiebitz (Vanellus vanellus): Weiterhin abnehmend im Bestand auf nun 18 Paare, die insgesamt kaum 5 Junge durchbrachten.
  • Kleiner Goldregenpfeifer (Pluvialis fulva/dominica): Am 5.08. photographierte ich am Ostergroen einen fliegenden „Goldregenpfeifer“, der mir dann auf dem fertigen Bild etwas sonderbar erschien. Mangels Erfahrung blieb es aber für mich ein G. Erst Sven Achtermann verkündete spontan beim Durchblättern der Bilder, dass das doch kein G. sondern ein Kleiner G. ist. Auch Jochen Dierschke u.a. schlossen sich dieser Meinung an, ohne sich aber bei der Art festlegen zu können. Dafür fehlte es bei der Perspektive einfach an klaren Merkmalen. Leider gibt es nur die eine Aufnahme, wobei die Tendenz zu Pazifischer G. überwiegt. Kennern dieser Art schicke ich gerne das gespeicherte Photo zu.
  • Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria): Von Ende Januar (am 28.01. 102 Ex. im Watt!) bis Anfang November nur einzelne Vögel; die große Ansammlung im Januar ist einzig aus den letzten Jahren.
  • Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola): Ganzjährig anwesend mit Maximum Ende August (24.08. mit 11.393 Ex.).
  • Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula): EB 19.02., LB 29.11. Die zur Brutzeit anwesenden 3 Paare brachten auch in diesem Jahr höchstens 1 Junges durch; Maximum an Durchzüglern August/September.
  • Flussregenpfeifer (Charadrius dubius): Am 23.04. 1 Ex. auf einer Schlickfläche im Westergroen.
  • Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus): Vom Wegzug 3 Daten: 24.07. 3 Ex. im Ostwatt, 9. und 11.08. je 1 im Watt beim Hafen.
  • Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus): 28.08. 1 Ex. über den N-Dünen fliegend und rufend.
  • Waldschnepfe (Scolopax rusticola): Die Erfassung des Brutvogelbestandes ist bekannterweise äußerst schwierig und wird vermutlich mit 5 potentiellen Paaren etwas unterschätzt. Auch in diesem Jahr fand ich mehrere Rupfungen von W. durch vermutlich Wanderfalken.
  • Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus): Alle 6 Daten sind, wie das bei dieser Art so zu sein hat, reine Zufallsdaten während der Zählungen auf der Ostplate: 11.01. (1, F.Fu. und S.K.), 13.02. (1), 11.04. (1), 3.11. (1), 12.12. (3) und 27.12. (1).
  • Bekassine (Gallinago gallinago): 8 Daten zwischen Februar und April; 24 Daten von August bis Dezember, Maximum im August; insgesamt 68 Individuen.
  • Uferschnepfe (Limosa limosa): EB 27.03., LB 12.06. Die 6 Paare im Ostergroen, Westergroen und Leegde /Ostplate blieben erfolglos.
  • Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica): ganzjährig anwesend mit Maximum im August mit bis zu 9.000 Ex. (9.08.).
  • Regenbrachvogel (Numenius phaeopus): Ende April bis Anfang Oktober, Maximum Ende Juli bis Mitte August mit bis zu 40 Ex.
  • Brachvogel (Numenius arquata): Ganzjährig in größerer Anzahl; geringer Bruterfolg der 5 Paare; Hauptrastgebiete im SW-Watt und Ostplate.
  • Dunkler Wasserläufer (Tringa erythropus): Von Ende April bis Mitte Mai und wieder Ende Juli bis Mitte Oktober; sehr spärlich in diesem Jahr.
  • Rotschenkel (Tringa totanus): Ganzjährig in den Salzwiesen; über den Bruterfolg kann ich keine verlässlichen Aussagen machen, da auch die Pulli sehr versteckt sind.
  • Grünschenkel (Tringa nebularia): Mitte April bis Anfang Oktober mit Maximum Mitte August bis Mitte September mit nur 300 Ex.
  • Waldwasserläufer (Tringa ochropus): Ende April bis Ende Mai und Ende Juli bis Ende August; Maximum Ende August; insgesamt 105 Individuen.
  • Bruchwasserläufer (Tringa glareola): Nur eine Frühjahrsbeobachtung vom 29.04. (2), gegenüber 8 Herbstdaten: 23.07. (4), 6.08. (2), 7.08. (2), 11.08. (6), 15.08. (1), 21.08. (2), 26.08. (2) und 4.09. (1).
  • Flussuferläufer (Actitis hypoleucos): Ende April bis Mitte Mai (7 Daten mit 10 Ex.). Anfang Juli bis Mitte September (19 Daten mit 42 Ex.).
  • Steinwälzer (Arenaria interpres): Ganzjährig bis zu 200 Ex. Anfang November; Hauptrastgebiete Buhnen, Alter Anleger, SE-Watt/Ostplate.
  • Knutt (Calidris canutus): Ganzjährig in sehr wechselnder Anzahl; Maximum August bis zu 5.000 Ex.
  • Sanderling (Calidris alba): Ganzjährig mit Maxima im März und November bis zu 150 Ex.
  • Zwergstrandläufer (Calidris minuta): 17.05. (3), 9.08. (3), 13.10. (3) und 14.10. (2).
  • Alpenstrandläufer (Calidris alpina): Ganzjährig in sehr großer Anzahl mit Maximum im August (bis zu 25.000).
  • Meerstrandläufer (Calidris maritima): Seltener Gast auf den Buhnen und am Alten Anleger; 7 Frühjahrsdaten zwischen Ende Februar bis Ende April mit 2-6 Individuen; 2 Dezemberdaten mit je 4 Ex.
  • Kampfläufer (Philomachus pugnax): Am 28.06. und 30.08. je 1 Ex.
  • Skua (Stercorarius skua): Ungewöhnlich viele Daten mit 1-4 Ex., besonders von Ende August bis Mitte November; 20 Daten mit insgesamt 26 Individuen.
  • Spatelraubmöwe (Stercorarius pomerinus): 12 Daten von August bis Oktober mit insgesamt 16 Individuen; überwiegend Jungtiere.
  • Schmarotzerraubmöwe (Stercorarius parasiticus): 1 Frühjahrsdatum mit 1 Ex. (10.03.) gegenüber 35 Herbstdaten mit insgesamt 105 Individuen zwischen Mitte Juli und Mitte November, am 30.08. allein 12 Individuen.
  • Falkenraubmöwe (Stercorarius longicaudus): 4 Daten mit je 1 Ex.: 22.04., 29.08., 16.09. und 22.10.
  • Schwarzkopfmöwe (Larus melanocephalus): Oftmals 1-2 Ex. im Mai; Brutverdacht je 1 Paares auf der Ostplate und Westergroen (D. Wucherpfennig, ES); doch es kam vermutlich nicht einmal zur Eiablage.
  • Zwergmöwe (Larus minutus): 10 Daten (davon 6 im Frühjahr): 26.01. (1), 9.02. (1), 17.04. (6), 21.04. (10), 5.05. (2), 6.05. (1), 7.07. (5), 17.10. (4), 13.11. (3) und 17.11. (2).
  • Schwalbenmöwe (Xema sabini): 16.11, (2 ad.), 17.11. (1 juv.), 23.11. (1 juv.).
  • Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla): 20 Daten verteilt von Januar bis November mit insgesamt 150 Ex.; meist weit vor dem Strand in charakteristischer Weise vorbeifliegend.
  • Lachseeschwalbe (Sterna nilotica): 2.05. (Jan Roterberg) und 25.05. je 1 Vogel.
  • Raubseeschwalbe (Sterna caspia): Am 30.04. überflog 1 Ex. den Ort rufend nach E.
  • Brandseeschwalbe (Sterna sandvicensis): EB 9.04., LB 13.10.
  • Flussseeschwalbe (Sterna hirundo): EB 20.04., LB 28.10.; die nur noch 9 Brutpaare blieben mit der Brut erfolglos.
  • Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea): EB 22.04., LB 11.09.; die 11 Brutpaare blieben mit der Brut erfolglos.
  • Zwergseeschwalbe (Sterna albifrons): EB 21.04., LB 6.09. Seit Jahren gab es keine zweistellige Brutpaar-Anzahl mehr; doch auch diese 12 Paare hatten keinerlei Erfolg.
  • Trauerseeschwalbe (Chlidonias niger): 3 Beobachtungen im Mai mit insgesamt 9 Ex.; von Anfang Juli bis Mitte September 18 Wegzugdaten und 158 Ex.
  • Krabbentaucher (Alle alle): Nur am 17.11. 1 K. westwärts über die Lagune hinwegfliegend; es fehlten die günstigen Herbststürme aus nördlicher bzw. nordwestlicher Richtung.
  • Trottellumme (Uria aalge): Im Januar 1, Februar 5, April 1, Mai 1, September 5, Oktober 3 und November 5 Individuen.
  • Tordalk (Alca torda): Nur je 2 Beobachtungen im September mit insgesamt 2 und November mit 5 Individuen.
  • Gryllteiste (Cepphus grylle): Am 25.12. 1 ostwärts vorbeifliegender Vogel im Winterkleid.
  • Hohltaube (Columba oenas): EB 9.02., LB 24.09. Als Bruthöhlen wurden Sandhöhlen in den Dünen (z.T. selbst optimiert) benutzt, doch wohl noch häufiger „Höhlen“ im Krähenbeerdickicht mit z.T. 1m langen Laufgängen.
  • Turteltaube (Streptopelia turtur): 1 Ex. am 3.05. bei der Hermann Lietz-Schule und 2 am 9.08. nördlich vor der Insel vorbeifliegend nach W.
  • Türkentaube (Streptopelia decaocto): Von April bis Anfang Juni 13 Daten mit 18 und 3 September-Daten mit 6 Tauben; herausfallend je 1 Ex. am 21.10. und 20.12.
  • Kuckuck (Cuculus canorus): 4 Mai-Daten mit je 1 Ex.; 1 Wegzugdatum vom 26.07.
  • Waldohreule (Asio otus): 3 Brutpaare (1 Paar nähe Campingplatz, 1 Paar Osteranplantung und 1 Paar Nähe Info-Pavillon bei der Ostplate); Schlafplatz im Winter am Umweltzentrum mit 3 Ex.
  • Sumpfohreule (Asio flammeus): 6 Brutpaare verteilt über die Insel, bevorzugt in den Dünentälern; im Spätherbst nahm sichtbar der Wühlmausbestand zu (vielleicht weil eine größere Sturmflut ausblieb). Das lockte vermehrt Gasteulen an, die wesentlich heller gefärbt waren, so am 20.12. mit 7 Ex. im Vorland QDH.
  • Mauersegler (Apus apus): EB 5.05. (2), LB 11.09. (4); s. auch unter „Brutvögel“.
  • Eisvogel (Alcedo atthis): Erstnachweis für Spiekeroog. Am 8.09. vernahm ich im Kurpark zuerst den Ruf eines E., sah dann auch am dortigen Teich kurz den fliegenden Vogel.
  • Wendehals (Jynx torquilla): Am 22. (E. und L. Felner) und am 24.04. je 1 Ex.
  • Buntspecht (Dendrocopos major): Januar bis April 18 Daten mit 1-2 Ex.; Ende Juli bereits bis Jahresende 55 Daten mit bis zu 6 Vögeln; erstmals auch eine brutfertige, mindestens 10 Jahre alte Nisthöhle (Baum und Höhle völlig morsch) gefunden und unweit davon weitere Anfänge von Höhlen.

  • Heidelerche (Lullula arborea): 4 Frühjahrsdaten mit je 1 Ex.: 13.03., 15.03. 31.03. und 5.04.; gegenüber 2 Herbstdaten mit ebenfalls nur 1 Ex. (sind Trupps eventuell weniger ruffreudig bei dieser Art?): 30.10. und 8.11.
  • Ohrenlerche (Eremophila alpestris): Der Wegzug war wesentlich schwächer als in den beiden vorangegangenen Jahren – sowohl was die Beobachtungstage als auch die Truppstärke anbelangt! Januar 4 Daten bis zu 13 Ex., Februar 3 bis zu 19, März 4 bis zu 9 und April 8 bis zu 24 Ex.; Herbstzug, der normalerweise wesentlich stärker wahrgenommen werden kann: 27.09. (1), 7 Oktober-Daten bis zu 36 Ex., 8 November-Daten bis zu 18, 1 Dezember Datum (10.12. (2)); im Herbst nur insgesamt 125 Vögel!
  • Uferschwalbe (Riparia riparia): Von Ende April bis Ende Mai 8 Beobachtungsdaten mit 18 U.; auf dem Wegzug erstmals 1 Durchzügler am 12.08.
  • Rauchschwalbe (Hirundo rustica): EB 14.04. (2), LB 30.10. (1). Schwalben brüteten in diesem Jahr zahlreicher auf der Insel als letztes Jahr, wobei es nur wenige “artgerechte“ Brutplätze gibt (Hafengebäude und Stallungen der Hermann Lietz-Schule). Die meisten R. wählen wie die Mehlschwalben Nistplätze unter Dachvorsprüngen, Veranden oder überbaute Eingänge.
  • Mehlschwalbe (Delichon urbica): EB 21.04. (1), LB 14.09. (4). Der Brutbestand verdoppelte sich in diesem Jahr auf 24 Paare. Der Hauptbestand befindet sich an der “Werkstatt“ und der Inselschule. Durch die lange Frühjahrsdürre begannen die M. mangels feuchtem Baustoff erst Ende Juni mit dem Nestbau. – Auf beiden Fähren befanden sich ebenfalls Nester (SPIEKEROOG I mit 1 Nest, SPIEKEROOG II mit 3 Nestern). Die Altvögel “fuhren“ jeweils mit zum gegenüberliegenden Hafen. Je 1 Paar von den Schiffsschwalben war erfolgreich (s. auch Kurzmitteilung von S. Achtermann).
  • Bachstelze (Motacilla alba): EB 29.02., LB 1.11.; im Herbst Schlafplätze am Hafen und am Alten Anleger mit je etwa 20-30 Ex.
  • Schafstelze (Motacilla flava): EB 13.04., LB 22.09. Mitte April bis Ende Mai und Mitte August bis Ende September; Maximum Mitte Mai (11.05. mit 30 Ex. am Islandhof, überwiegend M. f. thunbergi); am 14.07 2 überfliegende Ex., die zeitlich isoliert stehen; an Rassen in diesem Jahr M. f. flava, M. f. flavissima und M. f. thunbergi (häufigste und späteste).
  • Gebirgsstelze (Motacilla cinerea): In diesem Jahr häufiger; Ende März bis Mitte April und vor allem von der 3. September-Dekade bis Ende Oktober; Maximum Mitte Oktober (13.10. 5 Ex.).
  • Spornpieper (Anthus richardi): Auch in diesem Jahr wieder 1 Beobachtung am 29.10. 1 westwärts ziehenden S.; Ruf.
  • Brachpieper (Anthus campestris): Am 24.04. 1 Ex. bei den Kaapdünen; am 13.09. in der Nähe des Friederikenwäldchens auf einer kleinen Kiefer kurz rastend.
  • Baumpieper (Anthus trivialis): EB 12.04., LB 23.09.; bis Mitte Mai und ab Mitte August bis in die 3. September-Dekade; Maximum in der 3. Aprildekade (23.04. 30 Ex.); insgesamt aber schwacher Durchzug in diesem Jahr.
  • Rotkehlpieper (Anthus cervinus): 18.04. (1); 26.04. (2); 29.04. (1); 12.09. (2); 23.09. (1); 17.10. (1); 25.10. (1).
  • Strandpieper (Anthus petrosus): LB 30.03., EB 6.09.; Überwinterer von September bis März in den Salzwiesen der Ostplate und entlang des Watts, oft gemischt mit Wiesenpiepern.
  • Wintergoldhähnchen (Regulus regulus): LB 1.05., EB 15.09.; häufiger Durchzügler (ausnahmsweise auch überwinternd) von Mitte September bis Ende April; Maxima Ende März und Ende September.
  • Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapillus): Nur am 30. und 31.03. je 1 Ex. am Gartenweg; sicherlich aber zahlreicher durchziehend.
  • Seidenschwanz (Bombycilla garrulus): In diesem Jahr recht häufig vom 30.10. bis 20.12. regelmäßig in kleinen Trupps zu hören und zu sehen – besonders bei der Hermann Lietz-Schule; Maximum am 29.11. mit 28 Ex.
  • Ringdrossel (Turdus torquatus): In diesem Jahr nur schwacher Durchzug den ganzen April über (1 Ex. auch noch am 17.05.) und wieder vom 25.09. bis 16.10. meist nur einzelne Vögel oder Trupps bis zu 7 Ex. (3.10.).
  • Wacholderdrossel (Turdus pilaris): Von Januar bis Mitte Mai immer wieder mal einzelne oder kleinere Schwärme (Maximum am 30. und 31.03. mit bis zu 60 Ex.), dann wieder von Oktober bis Jahresende bis zu 150 Ex. maximal; zwei Einzelvögel außerhalb der üblichen Zeiten am 1.08. und 18.09.
  • Rotdrossel (Turdus iliacus): Von Mitte September bis Ende April Durchzügler und Gast; Maximum am 3.10. mit 1.300 durchziehenden Ex.
  • Misteldrossel (Turdus viscivorus): Von Ende Januar bis Ende März 13 Daten von 1 bis 18 Vögeln (24.02.); vom Wegzug nur 5 Daten vom 18.10. (1); 29.10. (3); 1.11. (3) und 7.11. (6) und 26.12. (2).
  • Feldschwirl (Locustella naevia): EB 7.05., LB 9.06. Obwohl die Anzahl der Paare nahezu gleich blieb, verlagerten sich die Brutreviere von Osten (Hermann Lietz-Schule) weitgehend nach Westen; der Gesang brach früher ab, so dass nach dem 9.06. kein F. mehr wahrgenommen wurde.
  • Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus): EB 28.04., LB 11.08. Deutliche Zunahme der Brutpaarzahlen, Hauptreviere an den Richelwiesen und am Islandhof.
  • Teichrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus): EB 18.05. (erst !), LB 19.08.
  • Gelbspötter (Hippolais icterina): EB schon am 12.04., LB 19.10. Die 2 Daten vom 12. und 13. April aus dem Kurpark sind außergewöhnlich. Die nächste Beobachtung stammt dann wieder vom 7.05., was besser ins normale Zugbild passt.
  • Fitis (Phylloscopus trochilus): EB 15.04., LB 3.10. Der F. ist der Charaktervogel der Dünen mit Büschen (neben der Dorngrasmücke).
  • Zilpzalp (Phylloscopus collybita): Diese Art dürfte hier Jahresvogel sein. Nur bei mehrtägigem strengem Frost scheint sie zu verschwinden.
  • Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix): Ganz wenig Beobachtungen in diesem Jahr; nur 4 Daten singender Vögel zwischen dem 5. und 14.Mai.
  • Gelbbrauenlaubsänger (Phylloscopus inornatus): Dagegen ist der G. geradezu “häufig“ mit 6 Daten; Jan Roterberg sah 1 Ex. am 9.05., dem einzigen mir bekannten Frühjahrsdatum von Spiekeroog; die 5 Herbstdaten fallen auf den 16.09. (2); 16.10. (2); 28.10. (1); 30.10. (1) und 31.10. (3) und spiegeln das häufigere Auftreten des G. im Herbst wider.
  • Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla): EB 14.04., LB 17.11.
  • Gartengrasmücke (Sylvia borin): EB 24.04., LB 29.09. In diesem Jahr brütete 1 Paar in den Dünen beim Haus Wolfgang; nur wenig Durchzügler wurden wahrgenommen.
  • Dorngrasmücke (Sylvia communis): EB 28.04., LB 7.09.; einer der häufigsten Singvögel auf der Insel.
  • Klappergrasmücke (Sylvia curruca): EB 21.04., LB 27.09. Obwohl in diesem Jahr etwas häufiger als im letzten Jahr als Brutvogel (16 statt 14 Brutpaare), war der Gesang weniger zu hören; ich denke, dass das nicht nur eine subjektive Wahrnehmung ist.
  • Sperbergrasmücke (Sylvia nisoria): Erstnachweis für Spiekeroog. Am 15.05. war auf einer weitausladenden niedrigen Kiefer in der Nähe vom Haus Klasing eine vermutlich vorjähriger S. zu sehen. Leider verschwand sie sehr schnell in dieser Kiefer, wo ich sie nicht mehr auffinden konnte. Wahrscheinlich war sie längst hinter dem Busch verschwunden.
  • Samtkopfgrasmücke (Sylvia melanosephala): Erstnachweis für Spiekeroog. Nahe der Hermann Lietz-Schule schaute ich mir eine Grasmücke an, die ich ursprünglich als Mönchsgrasmücke ansprach. Dann aber konnte ich gerade noch sehen, dass das Schwarz der Kappe deutlich bis unter das Auge ging, bevor der Vogel in der undurchdringlichen Hecke aus Brombeeren und Sanddorn verschwand. Der mir aus der Beringungszeit (besonders von Beauduc in der Camargue 1962) gut bekannte Vogel war aus geringer Entfernung von 4-5m bei gutem Licht eindeutig zu bestimmen.
  • Grauschnäpper (Muscicapa striata): EB 6.05., LB 23.09.; mit 6 Paaren in diesem Jahr etwas mehr als 2007.
  • Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca): EB 28.04., LB 3.10. Das von Jan Roterbeck entdeckte Paar am Süderloog erwies sich zuletzt doch nicht als inseltreu, wie ich bei vielen Kontrollgängen nach der Abfahrt von J.R. feststellen musste. Wir werden in der kommenden Brutperiode vermehrt darauf achten.
  • Sprosser (Luscinia luscinia): Auch in diesem Jahr verhörte ich am 23.05. 1 singenden Vogel am Rande des Kurparks, den Detlef Wucherpfennig dann später nicht mehr bestätigen konnte. Es handelt sich hierbei um den zweiten Nachweis.
  • Blaukehlchen (Luscinia svecica): Gleich 3 Beobachtungen aus diesem Frühjahr; am 22.04. sahen Erich und Lidija Felner 1 Vogel bei der Hermann Lietz-Schule; Münsteraner Ornithologen meldeten 1 weiteren vom Westergroen/Islandhof vom 26.04.: Detlef Wucherpfennig und ES hatten dann noch am 19.05. 1 Ex. am Rande des Westergroen, das dann aber später dort nie wieder gesichtet wurde. Eine Brut dürfte daher ausgeschlossen sein (Gesang wurde übrigens nirgends in der Frühe festgestellt).
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus): EB 18.04., LB 3.10. Ausgesprochen viele Durchzügler im September mit Höchstzahlen bis 25 Ex. am 21.09.
  • Braunkehlchen (Saxicola rubetra): EB 23.04., LB 29.10.; nur schwaches Auftreten in diesem Jahr.
  • Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola): Von Ende Februar (25.) bis Ende April (23.04.) 12 Daten mit 20 Ex. und von Ende September (25.) bis Ende Oktober (30.) 5 Daten mit je 1 Ex., damit häufiger als in den Vorjahren.
  • Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe): EB 29.03., LB 15.10. Nur 1 Brutpaar an bekannter Stelle beim Islandhof; Bruterfolg: 1 Junges.
  • Bartmeise (Panurus biarmicus): Mit Yusuf El-Kahled hörte und sah ich am 25.10. 1 südwestwärts ziehenden Trupp in größerer Höhe bei der Hermann Lietz-Schule.
  • Sumpfmeise (Parus palustris): Am 16. und 17.09. hielt sich wieder 1 S. „Up de Dünen“ auf.
  • Tannenmeise (Parus ater): Vom 26.03. bis 10.04. stammen 5 Daten mit je 1 Ex.; wesentlich mehr wurden dann vom 24.09. an bis zum Jahresende auf der Insel angetroffen; die letzten besuchten regelmäßig ein Futterhaus am Ostend.
  • Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla): Am 6.12. verhörte ich 1 G. am Friederikenweg.
  • Pirol (Oriolus oriolus): Zwischen 11.05. und 1.06. meldeten verschiedene Beobachter rufende Pirole von der Hermann Lietz-Schule und dem Ort.
  • Neuntöter (Lanius collurio): 1 vom 20.05. und 1.06. benahm sich innerhalb der N-Dünen in der Gegend vom Schlossmacherheim recht brutverdächtig. Gerade an dieser Stelle ist das Gelände recht unübersichtlich. Erst später vernahm ich auch von anderen, dass dort während der Brutzeit jeweils das gesichtet wurde. Ein sah ich lediglich am 29.05. nahe der Inselvilla.
  • Raubwürger (Lanius excubitor): E. & L. Felner meldeten 1 Ex. von der Gegend um den Utkieker vom 22.04.
  • Saatkrähe (Corvus frugilegus): 4 Frühjahrsdaten ziehender S. liegen mir vor: 23.03. (15); 27.03. (8); 30.03. (6) und 1.04. (40).
  • Aaskrähe (Corvus corone): Die Aaskrähe ist häufiger Jahresvogel. Auch in diesem Jahr wurde wieder 1 Bodennest auf der Ostplate gefunden. 2 „reinrassige“ Nebelkrähen brüten auf der Insel und das offenbar schon über Jahre, wenn man sich die hiesigen Brutvögel ansieht. Es gibt dort alle Farbschattierungen. Offenbar werden im Herbst und Winter “bestandsregulierende“ Maßnahmen ergriffen, die recht unsinnig erscheinen, da dann Zuzug aus östlichen Gebieten zu verzeichnen ist. Der Bestand 2007 und 2008 ist etwa gleichbleibend.
  • Feldsperling (Passer montanus): Einzelne F. sind immer mal wieder auf der Insel zu sehen oder zu hören; von März bis Anfang November 11 Daten mit insgesamt 30 Ex.; Maximum im April.
  • Bergfink (Fringilla montifringilla): Zwischen dem 9.03 und 2.05. 18 Tage mit schwachem Zug; am 23.09. setzte der Herbstzug ein; an 32 Tagen zum 30.11. Durchzug, der nur Ende Oktober/Anfang November mal etwas stärker wurde.
  • Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra): Vom 31.05. an kleckerte sich durch alle Monate hindurch bis Ende Oktober der Durchzug vom F.; die größte Ansammlung war am 14.10. mit 31 Ex. über dem Kurpark ; insgesamt wurden 104 Ex. Gesehen.
  • Stieglitz (Carduelis carduelis): Auffallend viele S. waren in diesem Jahr auf der Insel, auch während der Brutzeit; da die Art auf den beiden Nachbarinseln brütet, gehe ich auch hier bei dem verstärkten Auftreten von 1 Brutpaar aus, obwohl keine eindeutigen Beweise vorliegen.
  • Berghänfling (Carduelis flavirostris): 8 Beobachtungen im Januar/Februar und von Anfang Oktober bis Ende Dezember weitere 12 Daten mit maximal 120 Ex. am 2.11.; bevorzugt sind sie auf den Salzwiesen entlang des Watts an Strandastern oder in den flachen Dünen an Sandnachtkerzen zu finden.
  • Girlitz (Serinus serinus): Lediglich am 14.05. 1 Ex. im Kurpark.
  • Gimpel (Pyrrhula pyrrhula): Auch von dieser Art nur eine Beobachtung aus dem Kurpark am 24.09. (1).
  • Kernbeisser (Coccothraustes coccothraustes): Nur am 14.04 im Kurpark 2 Ex.
  • Goldammer (Emberita citrinella): Zwischen dem 8.02. und dem 10.04. 4 Daten mit 6 Ex.; zwischen dem 29.08. und 31.12. 11 Daten mit 15 Individuen.
  • Zwergammer (Emberiza pusilla): Am 25.10. hielten sich 3 Ex. zur Nahrungsaufnahme auf dem Alten Müllplatz auf, der wegen der vielen Sämereien von verschiedenen Körnerfressern gern aufgesucht wird.
  • Spornammer (Calcarius lapponicus): Meist handelt es sich um vorbeiziehende Einzelvögel, die durch ihren Ruf auf sich aufmerksam machen wie am 7. und 8.04., am 26. und 27.09. und am 3.10.; 2 rastende S. hielten sich am Rande eines großen Schneeammertrupps auf der Leegde am 13.10. auf.
  • Schneeammer (Plectrophenax nivalis): Von Oktober bis Anfang April suchen im Spülsaum des Strandes oder in der Leegde gerne Trupps von S. nach Nahrung, die schon von weitem durch ihre Ruffreudigkeit auf sich aufmerksam machen; größere Ansammlungen sah ich am 13. (175) und 14.10. (120) in der Leegde.

Beschreibung der Arten - C. Artenliste bis 2008


Die neue überarbeitete Liste der von Spiekeroog jemals gemeldeten Vogelarten hat sich im Berichtsjahr um 10 Arten erweitert und wird sich sicherlich auch in den kommenden Jahren verändern. Zugrunde lag mir dabei die Liste von 1979 im von Meyer-Deepen u. Meijering erschienenen Buch, wobei ich nach wie vor noch nach den dazugehörigen Unterlagen suche. Ein persönliches Gespräch mit Herrn Meijering klärte, dass die übernommenen Daten von Herrn Meyer-Deepen kritisch geprüft und nicht einfach übernommen wurden. Soweit diese Nachweise nur aus dieser Zeit stammen, nicht aus diesem Jahrhundert, sind die Arten fett gedruckt und haben die Status-Angabe der beiden Autoren. Dabei bedeutet
I = Irrgast, D = häufiger, d = seltener Durchzügler und BV = (seinerzeit) Brutvogel.
Die normalgedruckten, aber unterstrichenen Arten sind Fremdbeobachtungen aus heutiger Zeit, deren Glaubwürdigkeit gesichert ist. Alle anderen sind eigene Nachweise der letzten drei Jahre. Da die beiden Rassen der Saatgans (Anser fabalis) neuerdings getrennt voneinander als eigene Arten aufgeführt werden, erhöhte sich die Liste auf insgesamt 279 Vogelarten bis 2008. 258 Arten fallen davon allein auf dieses Jahrhundert.

Sterntaucher Eissturmvogel
Prachttaucher Gelbschnabelsturmtaucher
Eistaucher Dkl. Sturmtaucher
Gelbschnabeltaucher I Schwarzschnabelsturmtaucher
Zwergtaucher Sturmschwalbe
Rothalstaucher Wellenläufer
Haubentaucher Baßtölpel
Ohrentaucher Kormoran
Schwarzhalstaucher Krähenscharbe
Graureiher Eiderente
Purpurreiher Trauerente
Silberreiher Samtente
Seidenreiher Schellente
Nachtreiher Zwergsäger
Rohrdommel Mittelsäger
Schwarzstorch Gänsesäger
Weißstorch Fischadler
Löffler Wespenbussard
Höckerschwan Schwarzmilan
Singschwan Rotmilan
Zwergschwan Seeadler
Trauerschwan Rohrweihe
Waldsaatgans Kornweihe
Tundrasaatgans Wiesenweihe
Kurzschnabelgans Sperber
Blässgans Habicht
Zwerggans I Mäusebussard
Zwergschneegans Rauhfußbussard
Graugans Steinadler
Kanadagans Zwergadler
Weißwangengans Turmfalke
Ringelgans Rotfußfalke
Nilgans Merlin
Rostgans Baumfalke
Brandgans Würgfalke
Paradieskasarka Wanderfalke
Pfeifente Wachtel
Schnatterente Rebhuhn BV
Krickente Fasan
Stockente Kranich
Spießente Wasserralle
Knäkente Wachtelkönig d
Löffelente Teichhuhn
Kolbenente Bläßhuhn D
Tafelente Austernfischer
Reiherente Säbelschnäbler
Bergente Kiebitz
Eisente Kleiner Goldregenpfeifer
Goldregenpfeifer Heringsmöwe
Kiebitzregenpfeifer Lachmöwe
Sandregenpfeifer Schwarzkopfmöwe
Flußregenpfeifer Zwergmöwe
Seeregenpfeifer Schwalbenmöwe
Mornellregenpfeifer Dreizehenmöwe
Waldschnepfe Lachseeschwalbe
Zwergschnepfe Raubseeschwalbe
Bekassine Brandseeschwalbe
Uferschnepfe Flussseeschwalbe
Pfuhlschnepfe Küstenseeschwalbe
Regenbrachvoge Zwergseeschwalbe
Großer Brachvogel Weißflügelseeschwalbe
Dunkler Wasserläufer Trauerseeschwalbe
Rotschenkel Krabbentaucher
Grünschenkel Trottellumme
Waldwasserläufer Tordalk
Bruchwasserläufer Gryllteiste
Flussuferläufer Papageitaucher I
Steinwälzer Hohltaube
Knutt Ringeltaube
Sanderling Turteltaube
Zwergstrandläufer Türkentaube
Temminckstrandläufer Kuckuck
Sichelstrandläufer Schleiereule d
Alpenstrandläufer Waldkauz
Meerstrandläufer Waldohreule
Sumpfläufer Sumpfohreule
Kampfläufer Ziegenmelker
Odinshühnchen Mauersegler
Thorshühnchen Eisvogel
Skua Bienenfresser
Spatelraubmöwe Wiedehopf
Schmarotzerraubmöwe Wendehals
Falkenraubmöwe Kleinspecht
Sturmmöwe Mittelspecht d
Eismöwe Buntspecht
Mantelmöwe
-
Silbermöwe
-
Haubenlerche Waldlaubsänger
Heidelerche Goldhähnchen-Laubsänger
Feldlerche Gelbbrauenlaubsänger
Ohrenlerche Grünlaubsänger
Uferschwalbe Mönchsgrasmücke
Rauchschwalbe Gartengrasmücke
Mehlschwalbe Dorngrasmücke
Bachstelze (Trauerbachstelze) Klappergrasmücke
Schafstelze Sperbergrasmücke
Gebirgsstelze Samtkopfgrasmücke
Spornpieper Grauschnäpper
Brachpieper Trauerschnäpper
Baumpieper Zwergschnäpper
Wiesenpieper Rotkehlchen
Rotkehlpieper Sprosser
Strandpieper Nachtigall
Wintergoldhähnchen Blaukehlchen
Sommergoldhähnchen Hausrotschwanz
Seidenschwanz Gartenrotschwanz
Zaunkönig Braunkehlchen
Heckenbraunelle Schwarzkehlchen
Blaumerle Steinschmätzer
Ringdrossel Bartmeise
Amsel Schwanzmeise
Wacholderdrossel Sumpfmeise
Rotdrossel Tannenmeise
Singdrossel Kohlmeise
Misteldrossel Blaumeise
Feldschwirl Kleiber (J.W. 1995)
Rohrschwirl I Waldbaumläufer d
Seggenrohrsänger I Gartenbaumläufer
Schilfrohrsänger Pirol
Teichrohrsänger Neuntöter
Buschrohrsänger (JW, 1995) Raubwürger
Sumpfrohrsänger Rotkopfwürger I
Gelbspötter Eichelhäher
Fitis Elster
Zilpzalp Tannenhäher I
Berglaubsänger I Dohle
Saatkrähe Berghänfling
Rabenkrähe /Nebelkrähe Bluthänfling
Kolkrabe Girlitz
Star Gimpel
Haussperling Kernbeisser
Feldsperling Goldammer
Buchfink Ortolan
Bergfink Zwergammer
Karmingimpel Rohrammer
Kiefernkreuzschnabel d Grauammer
Fichtenkreuzschnabel Spornammer
Bindenkreuzschnabel Schneeammer
Grünfink
-
Birkenzeisig
-
Polarbirkenzeisig d Pazifischer Goldregenpfeifer ?
Erlenzeisig Gerfalke ?
Stieglitz
-

Zwei weitere Arten wurden in diesem Jahr gemeldet, ohne dass bislang über die Sicherheit der Bestimmung entschieden ist. Janina Spalke (Oldenburg) meldete durchaus glaubwürdig 1 Gerfalken von der Ostplate. Ich selbst photographierte im Fluge einen Goldregenpfeifer, der mir merkwürdig erschien. Sven Achtermann sagte sofort beim Betrachten des Photos, dass es sich um einen „Kleinen Goldregenpfeifer“ handeln würde. Auch Jochen Dierschke u.a. schlossen sich dieser Meinung an, ohne sich festlegen zu wollen, ob es sich nun um den Amerikanischen oder Pazifik G. handeln würde. Dazu war die Aufnahme aus einem falschen Winkel entstanden. Vermutlich wird die Bestimmung nie geklärt werden können. Vollständigkeitshalber erwähne ich aber beide Arten in diesem Heft.


Eigenwilliger Nestbau von Mehlschwalben auf Spiekeroog


Von Sven Achtermann


Normalerweise bauen Mehlschwalben im Kolonieverband ihre Nester unter Dachüberständen indem sie eine Halbkugel so in die Ecke des Dachüberstandes „kleben“, dass der Überstand das Nest schließt und das Nest seitlich nach vorn verlassen werden kann.
Während einer Exkursion am Ende Juni 2008 beobachteten Edgar Schonart und ich am Fährhafengebäude auf Spiekeroog eine “Kleinkolonie“, bestehend aus zwei Nestern, die beide sehr ungewöhnlich gestaltet waren.
Beide Nester waren nicht mit dem Dachüberstand verbunden, sondern waren auf Halterungen einer Leuchtstoffröhre aufgebaut. Beide Nester endeten oben vor einer unter dem Überstand befindlichen Regenrinne. Eines der Nester hatte sein Einflugloch an der höchsten Stelle, direkt oben, wodurch das Ein- und Ausfliegen recht akrobatisch aussah (Abb. 6). Das zweite Nest hatte sein Einflugloch seitlich (Abb. 7).

Abb. 6 …………………………………………Abb. 7


Vermutlich handelte es sich um eine Wohngemeinschaft zweier Mehlschwalbenpaare aus der alternativen Szene.


Sven Achtermann, Ernst-Abbe-Str.45, 31141 Hildesheim

Anmerkung des Herausgebers: Beide Nester wurden später durch einen heftigen Schauer weggerissen, so dass die Bruten erfolglos blieben.


Rezension


Vögel beobachten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer


Ein neues Buch über die Vogelwelt im Niedersächsischen Wattenmeer ist erschienen, völlig anders als alles bisher dagewesene! Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Teil wird der Nationalpark und seine Vogelwelt vorgestellt. Die verschiedenen Lebensräume, die Bedeutung und alle wichtigen Vogelarten mit ihren jeweiligen Eigenheiten werden in 6 Kapiteln beschrieben.
Der zweite Teil stellt Möglichkeiten der Vogelbeobachtung dar: Hierfür wurde der Nationalpark in 23 Teilegebiete aufgeteilt. In offenbar gewaltiger Kleinarbeit, Recherche vor Ort und in Zusammenarbeit mit jeweils ortsansässigen Ornithologen werden für jede Insel und für 14 Gebiete am Festland Beobachtungsmöglichkeiten vorgeschlagen. Zu jedem Gebiet gibt es eine gute Karte. Mit einem Piktogrammsystem werden Zusatzinformationen geliefert, etwa über Tideabhängigkeit oder Fotografiergelegenheiten. Auch Infos für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer werden durch Piktogramme übersichtlich dargestellt.


Der letzte Teil des Buches wird bescheiden „Checkliste der Vögel im Nationalpark“ genannt, beinhaltet zur freudigen Überraschung aber auch noch eine 1A -Phänologietabelle für das jahreszeitliche Auftreten von 206 Vogelarten im Nationalpark sowie Angaben zur Häufigkeit – ungeheuer wertvoll für alle Vogelbeobachter!


Das Buch ist randvoll mit exzellenten Fotos und wird aufgelockert mit sehr schönen Strichzeichnungen des bekannten Vogelmalers Reno Lottmann.


Sehr positiv fällt auch auf, dass immer wieder für verantwortungsbewusstes Handeln geworben wird, damit die Vögel durch Beobachter und Fotografen nicht gestört werden


Alles in allem ist das Buch eine Fundgrube ornithologischen Wissens im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, ein Buch, welches sich durch die großzügige Ausstattung mit Fotos und Skizzen auch einfach wie ein Bildband ansehen lässt – für den Preis von 12,80 € ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis!


Jan Weinbecker, Heerenhusstr. 4 D, 26 465 Langeoog


Jochen Dierschke, Reno Lottmann und Petra Potel: "Vögel beobachten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer". 119 Seiten, Softcover. Herausgeber: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, 2008. ISBN 3-7959-0910-4.



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Aufruf zur Meldung beringter Kornweihen


Seit 2 Jahren werden auf Spiekeroog und nun auf allen Ostfriesischen Inseln Nestlinge der Kornweihe mit Ableseringen und herkömmlichen Aluringen markiert. Wer eine so beringte Weihe sieht, möchte diese Beobachtung melden, möglichst mit der Aufschrift auf dem Farbring. Auch die Farbe des Ringes ist von Interesse.

Meldungen bitte an:
Jochen Dierschke, Zedeliusstr. 31, 26384 Wilhelmshaven

oder an die Mailadresse:

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


oder an mich E.S.


Literatur


  1. Dierschke, V., 2002: Durchzug von Sterntauchern Gavia stellata und Prachttauchern G. arctica in der Deutschen Bucht bei Helgoland. Vogelwelt 123, S.203-211.


  2. Dierschke, J, V. Dierschke & Th. Krüger, 2005: Planbeobachtung des Vogelzugs über dem Meer ( >> Seawatching <<), Seevögel Bd.26/1.


  3. Goethe, F., H. Heckenroth &H. Schumann, 1978: Die Vögel Niedersachsens und des Landes Bremen.


  4. Großkopf, G., 1968: Die Vögel der Insel Wangerooge, C.L.Mettcker, Jever.


  5. Großkopf, G., 1989: Die Vogelwelt von Wangerooge. Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg.


  6. Leege, Otto, 1905: Die Vögel der friesischen Inseln. Fauna Verlag, Nottuln 2007 (Reprint).


  7. Maaß, E., 1951: Die Vogelwelt Wangeroogs. In: Wangeroog, wie es wurde, war und ist. Edo Dieckmann Verlag, Oldenburg.


  8. Meyer-Deepen, J. & M.P.D. Meijering, 1979: Spiekeroog,Naturkunde einer ostfriesischen Insel. Verlag KV Nordseebad Spiekeroog.


  9. Major, G. & G. Nanninga,1975: Blaumerle (Monticola solitarius), Linne 1758, als Irrgast auf der Norseeinsel Spiekeroog. Mitteilungsblatt der OAO.


10. OVO: Vogelkundliche Jahresberichte aus Ostfriesland 2000-2002.


11. Plaisier, F., 1983: Die Vögel Langeoogs – Untersuchungen zur Avifauna einer küstennahen Düneninsel. Drosera `83: 21-48.


12. Röller, O. & F. Schlesiger, 2005. Blühende Wildnis Spiekeroog. Verlag Hermann Lietz-Schule, Spiekeroog.


13. Schopf, R., 1979: Die Vogelinsel Memmert im Wattenmeer. H.Soltau, Norden


14. Südbeck, P. et al., 2005: Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands. Mugler Druck-Service, Hohenstein-Ernstthal.


15. Temme, M., 1995: Die Vögel der Insel Norderney. Verein Jordsand e.V.